Archiv der Kategorie ‘Inselfreizeit‘

Fotos vom Abschlussabend

Dienstag, den 31. Juli 2018

Da am Abschlussabend unglaublich viele Fotos gemacht worden sind, benötigt die Sichtung der Bilder und eine Auswahl dieser, ein wenig mehr Zeit als sonst. Daher bitten wir noch um ein wenig Geduld!

Ein letztes Mal

Samstag, den 28. Juli 2018

Tag142018WebTagebuch

Ein letztes Mal sitze ich jetzt auf der Bank am Bielefelder Haus und lasse euch Daheimgebliebenen daran teilhaben, was hier so vor sich geht. Ein letztes Mal waren die Kinder heute im Dorf, um sich noch mit Proviant für die morgige Fahrt einzudecken. Ein letztes Mal waren alle an der Lagerbank, entweder um ihr bestehendes Konto zu plündern oder um auch nur einen Euro abzuheben für eine Flasche Wasser für die Fahrt. Ein letztes Mal einen Blick auf den Strand werfen. Ein letztes Mal Wäsche von der Leine nehmen und in die Koffer sortieren. Ein letztes Mal die Zeit mit den Zimmerleuten verbringen. Ein letztes Mal davor drücken, den Müll rauszubringen.

Der letzte Freizeittag ist immer geprägt von solchen letzten Malen. Und doch ist heute alles anders. Denn neben allem Packen, Aufräumen und Einkaufen mussten wir in den letzen Jahren parallel dazu für den Abschlussabend aufbauen und organisieren. Das ist wirklich ein großer Vorteil unserer spontanen Programmänderung von gestern – dass heute viel mehr Zeit und Ruhe ist für alles, was am letzten Tag halt gemacht werden muss. Es soll sogar Mitarbeiter geben, die tatsächlich schon den eigenen Koffer packen – und nicht erst heute Nacht um drei. Und auch, wenn ich jetzt doch hier bei viel Sonne auf der Bank sitze, sind wir eigentlich ganz froh, den Abend gestern gefeiert zu haben, denn heute gab es wirklich alles – Regen, Gewitter, Sonne, Wind – zwar von allem nur ein bischen, aber immerhin.

Ein letztes Mal Gospeltime war heute nicht mehr, unser Happy End hatten wir ja gestern schon, und damit unser „einzigartICH“ voll. Dennoch gibt es heute noch ein weiteres Mal einen Gang in die Kirche – zumindest für die Pubis und Pubi+, denn heute Abend gibt es noch die Midnight Celebration, den echten Abschluss unserer Reihe, bei dem Eure Kinder auch noch einen für sie ausgesuchten Segen zugesprochen bekommen. Die Lieblingslieder der Gospeltime werden nochmal gesungen, das Thema abgerundet und abgeschlossen und manchmal auch die eine oder andere Träne vergossen. Es tut uns leid, aber es gibt tatsächlich Kinder, die sagen, dass sie nicht nach Hause möchten. Das liegt nicht an euch… aber an uns… Sorry! Die Kinder werden auch noch einen Segnungsteil für sich bekommen, aus organisatorischen Gründen nicht in der Kirche, aber auch schön, hier am Haus. Und wir werden den heutigen Abend das Programm noch mit unseren Zimmern verbringen, vielleicht ein letztes Eis an der Promenade? Oder ein paar Fotos am Strand? Oder die Spielgeräte am Strand nutzen, wenn die Urlauberkinder alle schon im Bett sind? Ihr werdet es heute nicht mehr erfahren, denn dieser Laptop landet gleich in einer Materialkiste und dann wird all unsere Technik ebenfalls dort verschwinden – und den nächsten Tagebuchbericht und die letzten Fotos werdet ihr dann erst von zu Hause bekommen. Uns allen eine gute Fahrt und euch allen eine schöne letzte Nacht ohne eure Kinder. Wir sehen uns am Heuel-Parkplatz. Bis dahin!

Bericht von Inke Armbröster

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

unerwartetes Happy End

Samstag, den 28. Juli 2018

Tag132018WebTagebuch

Wenn ein Film zu Ende geht, dann zeichnet sich meist so langsam ab, ob man ein Happy End zu erwarten hat oder ob der Protagonist einsam und alleine in den Sonnenuntergang reiten muss. Unsere Gospeltimereihe ging auch heute zu Ende – letzter Buchstabe „h“ von „einzigartICH“. Was bietet sich da mehr an, als das Happy End zu nehmen? Was ist überhaupt ein Happy End, was gehört dazu, was erwarte ich? Und wenn ich der Held der Geschichte wäre, was für ein Held wäre ich? Jeder, der eine Geschichte prägt, ist quasi der Held dieser und er bringt seine Gaben, seine Persönlichkeit, seinen Charakter in die Geschichte ein. Und was ist meine Superkraft? Was hilft mir, meine Geschichte zu einem guten Ende zu bringen? Was wäre mein Happy End für meine Lebensgeschichte? Denn so, wie jemand das gute Ende für einen Film oder ein Buch sich ausgedacht hat, so wie die Geschichte konstruiert und geschrieben wurde, so können wir auch an unserem Happy End mitschreiben, denn wir haben in der Hand, was mit unserem Leben geschehen soll. Und wenn man dann noch versucht, einen biblischen Bezug zu diesem Thema herzustellen, dann stellt man ganz schnell fest, dass die Geschichten, in denen Gott eine Rolle spielt und an der Seite des Protagonisten steht, die sind, die gut ausgehen, die mit einem Happy End dienen können – egal, ob König David, Mose, selbst die Jesus Geschichte – all diese können mit einem guten Ende dienen. Unser Beispiel war die Geschichte von Noah, die sogar mit einem Happy End für uns alle endet, denn der Regenbogen als Zeichen des Bundes Gottes mit uns Menschen ist auch heute noch immer wieder sichtbar und erinnert mich persönlich auch jedes Mal an eben diesen.

Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den Abschlussabend. Es wurde noch fleißig geübt, Bänke geschleppt, Luftballons aufgeblasen, Technik installiert, dekoriert und später dann gestylt und sich hübsch gemacht. Solltet ihr jetzt verwirrt sein – wir haben den diesjährigen Abschlussabend auf heute vorgezogen, da die Wetteraussichten für morgen nichts Gutes versprechen. Und unser Abend findet nun mal immer auf dem Sportplatz statt, weil unsere Tagesräume einfach zu klein sind. Da wir ja flexibel sind, lassen wir uns doch von einem einzigen eventuellen Regentag nicht die Laune und den Abschlussabend verderben. Also alle in den extra mitgebrachten schicken Fummel geworfen und dann ab über den roten Teppich zum Fototermin in den Dünen – jeder mit jedem, wer auch immer wollte. 90 Minuten lang klickte es förmlich ununterbrochen, Zimmergruppen, Geschwister, Mitarbeiter, Freunde, Stadtteile – alles war Grund genug für ein gemeinsames Bild. Und wenn man nur irgendwann in seinem Leben den gleichen Kindergarten besucht hat.

Neun Uhr startete dann unser abwechslungsreiches, von euren Kindern ganz alleine gestaltetes Unterhaltungsprogramm. Es gab Tänze, akrobatische oder turnerische Darbietungen, Gesangseinlagen, den CupSong gebechert und gesungen, Witzeinlagen und eine Preisverleihung an besondere Teilnehmer der Freizeit von Teilnehmern der Freizeit. Ein wirklich herausragend gutes Remake eines High School Musical Klassikers, dargeboten von zwei Nachwuchstalenten männlicher Herkunft, durfte ebenso nicht fehlen, wie ein umjubelter Gastauftritt der sagenhaften Backstreet Boys. Bei diesem sollen angeblich sogar Teddybären auf die Bühne geflogen sein vor lauter Fan Begeisterung. Uns allen ein wirklich wichtiger Punkt an diesem Abend ist das Dankeschön an das Bielefelder Haus Team. Was die hier in 15 Tagen immer wieder für uns leisten, kann man gar nicht in Worte fassen. In diesem Jahr haben wir entschieden, dass wir denen, die uns hier immer wieder verwöhnen, selbst einmal ein Verwöhnprogramm gönnen möchten und haben sie deshalb in eines der schönsten (weil mit der besten Aussicht) neuen Restaurants an der Promenade geschickt. Dort können sie schlemmen oder auch nur gemütlich etwas trinken, dabei ein wenig abschalten und den Ausblick genießen. Vielleicht sogar ein bisschen davon träumen, dass wir ja im nächsten Jahr wieder kommen. Und jetzt? Es ist fast halb eins, unten läuft noch immer die Party und keiner will ins Bett. Warum auch? Morgen früh gibt es erst um halb zehn Frühstück, und wird das nicht möchte, darf sogar bis zum Mittagessen schlafen – auch bei uns das volle Verwöhnprogramm. Und das werden sicher auch ein paar von uns Teamern genießen, denn wir müssen nicht heute Nacht noch Kisten packen, aufräumen und zu guter Letzt mitten in der Nacht auch noch unsere eigenen Koffer. Das kommt alles erst morgen.

Bericht von Inke Armbröster

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

Wandelbar aber einzigartig

Freitag, den 27. Juli 2018

Tag122018WebTagebuch

Es gibt ja ein Tier, welches beides in sich vereint, es ist in seiner Wandelbarkeit so einzigartig, dass es für unser heutiges „c“ perfekt passt – das Chamäleon. Es hat sich seinen Lebensbedingungen ideal angepasst, wie eigentlich alle Tiere es für ihr jeweiliges Lebensumfeld haben, und sollte Gefahr drohen oder der gewohnte Bereich verlassen werden, ändert es die Farbe seiner Haut und passt sie der Umgebung an. Genau wie wir, oder? Wir Menschen sind nun wirklich nicht perfekt auf unser Lebensumfeld angepasst, wir versuchen vielmehr, dieses immer mehr uns anzupassen und gefügig zu machen. Aber wenn wir in eine fremde Umgebung kommen, dann verändern auch wir uns häufig. Wir passen uns an, wir wollen meist nicht auffallen. In fremden Urlaubsländern beispielsweise sollte man dies auf jeden Fall tun, zumal es stellenweise ja auch andere Gesetze gibt. Auch der Respekt vor anderen Lebensweisen erwartet es eigentlich, dass wir uns anpassen. Und im Alltag? Wo müssen eure Kinder sich anpassen und verstellen, wo dürfen sie nicht sie selbst sein? Wo müssen sie all ihre Eigenarten soweit unterdrücken, dass sie nicht unangenehm auffallen? Und wie fühlen sie sich dabei? Im Austausch miteinander konnten sie mehrere Situationen durchsprechen und sich so auch selbst mal hinterfragen, wo fühle ich mich eigentlich frei und wo muss ich mich so anpassen, dass es mir vielleicht sogar unangenehm ist, oder aber dass ich es im Alltag gar nicht merke, weil es so normal ist und zum geregelten Umgang miteinander einfach dazu gehört?

Hier auf der Freizeit gibt es selbstverständlich auch Regeln für das Miteinander, sonst würde es nicht funktionieren. Jeder von uns ist anders, jeder ist einzigartICH, und gerade deshalb müssen wir uns einander anpassen und respektvoll mit der Andersartigkeit des anderen umgehen. Vom Einzelkind zur Großfamilie für 15 Tage, vom Stubenhocker zum immer-draußen-Spieler, vom Ich-Menschen zum und-wie –geht-es-dir-Frager, vom Kirchenmuffel zum Gospeltime-Genießer. Ich finde es immer wieder faszinierend, eure Kinder hier kennenlernen zu dürfen, manche sogar aufwachsen zu sehen, wie sie ihren Platz in der Gruppe finden, wie sie als Gruppe als Einheit auftreten, welchen Eindruck sie immer wieder hier im Dorf und bei den Hausangestellten hinterlassen, wie immer wieder das WIR und nicht das ICH im Vordergrund steht. Heute durften wir nochmal den Strand genießen. Zwar mit wenig Wasser, das ist ähnlich wie gestern nachmittags kurz vor Helgoland erst zu erreichen, zudem tummeln sich mehr als drei Feuer- und andere Quallen bei den Temperaturen gerne an der Wasserkante, aber dennoch mit viel Spaß, Gebuddel, Spiel und Sport. Und danach mit viel Sand in den Handtüchern, massenhaft nassen Sachen auf den Leinen und Dauerduschbetrieb. Übrigens ist es in diesem Jahr zum ersten Mal so, dass sich nicht Berge von liegengebliebenen Klamotten und Handtüchern auf dem Flur stapeln. Die werden tatsächlich immer wieder von der Leine abgenommen, wenn sie trocken sind, und zurück in das eigene Zimmer gebracht. Klingt komisch, ist aber so. Ist schon auffallend für uns, wenn wir nicht jeden Tag wieder und wieder verwaiste Sachen hochhalten müssen. Auch das ist sicher auf das dauerhaft schöne Wetter zurückzuführen, dnn wir mussten nicht einmal wegen drohendem Regen oder Sturm Wäsche abnehmen und in den Flur legen, wo es dann immer komischerweise niemandem gehört. Alles in allem ein sehr entspannter Tagesablauf hier immer wieder.

Für heute Abend gab es für eure Kinder ein Wahlprogramm. Nein – wir haben nicht den Mister Freizeit 2018 gekürt, da hätten die Kids eh keine Chance gegen unsere Mitarbeiter. Sie durften wählen, welches Programm sie heute gerne machen würden. Im den Tagesräumen standen noch immer die aufgebauten Escape Rooms zu Verfügung, da nicht alle Gruppen neulich alle Räume geschafft hatten. Zudem gab es eine Kreativwerkstatt mit Malen, Basteln, Fotoalben falten, Freundschaftsbändern knüpfen, Filzen und allem, was man sonst noch aus den angebotenen Materialien machen konnte, und einige übten sich im gerade total angesagten Handlettering – früher nannten wir es Schönschrift oder Kalligraphie. Es wurde Tanzen geübt für den Abschlussabend und es gab eine angebotene Wanderung Richtung Osten oder Westen, je nach Wunsch der Kinder. Letztendlich war es nur ein Spaziergang Richtung Dorf mit einem Eis auf der Promenade und dem abschließenden Sonnenuntergang auf unserer Aussichtsdüne, aber egal – Hauptsache Spaß. Auf dem Sportplatz am Haus wurde ausgiebig Hockey gespielt und im Speisesaal, der heutige Kreativwerkstatt, liefen die Bilder vom Crazy Picture in Dauerschleife. Ein wunderbarer, entspannter Abend, den die eine oder andere Zimmergruppe auf der Aussichtsdüne zum Sterne- und Schiffegucken ausklingen ließ, oder aber noch einen kleinen Gang ins Dorf unternahmen, um ein Eis in der Dämmerung zu essen. Und ann aber schnell ins Bett, denn wir Teamer wollten ja noch unseren gemeinsamen Abend genießen. Einmal auf der Freizeit gönnen wir uns einen Abend, an dem alles, was nach Arbeit aussieht, vom Tisch verschwindet, stattdessen stehen dort frische Baguette, Schinkenplatten, Käsewürfel mit Erdbeeren, Dips, Würschen, Antipasti, Weintrauben und ähnliches. Diesen Abend gönnen wir uns, weil auch wir unsere Gemeinschaft genießen, den anderen schätzen mit seinen Gaben, respektieren mit seinen Eigenarten und uns wirklich gern haben. Außerdem galt es noch, in Vanessas Geburtstag rein  zu feiern, denn auch das ist immer etwas Besonderes auf der Freizeit. Heute hatte Paul Geburtstag und vergangene Woche Lina und am kommenden Sonntag Justus – wir kommen also aus dem Feiern quasi gar nicht mehr raus. Aber jetzt schauen wir erst Mal auf die letzten Tage und auf die große Feier, die noch ansteht – unseren Abschlussabend. Denn ausgerechnet für Samstag haben sie hier für uns – nach zwei Wochen Sonne pur – Regen und Gewitter angesagt. Für eine Open Air Veranstaltung wie unseren Abend keine gute Voraussetzung. Mal schauen, wie sich das lösen lässt.

Bericht von Inke Armbröster

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

Grenzenloser Spaß

Mittwoch, den 25. Juli 2018

Tag112018WebTagebuch

Was wollen wir eigentlich erreichen? Wohin soll uns unser Weg eigentlich führen? Welche Lebensvorstellung haben wir, wie sieht unser Ideal aus? Was mache ich aus mir, womit gebe ich mich zufrieden? Entspreche ich überhaupt der Norm? Und wer legt die Norm eigentlich fest? Alles ist genormt, selbst ein Blatt Papier entspricht der Deutschen Industrie Norm. Selbst ein Tennisball entspricht der Wettbewerbsnorm nach Größe, Gewicht und Beschaffenheit. Die Dächer in bestimmten Neubaugebieten dürfen nur auf eine bestimmte Art und Weise gedeckt sein. Coca Cola muss immer gleich schmecken. Alles ist vorgeschrieben und festgelegt und genormt. Aber was ist, wenn ich nicht dieser Norm entspreche? Was ist, wenn ich nicht in die für mich vorgesehene Niesche passe? Wenn mein Lebensplan anders verläuft als der, den meine Eltern für mich vorgesehen haben? Oder wenn gar mein Aussehen nicht der gesellschaftlich verbreiteten Norm entspricht, weil meine Hüften zu breit oder meine Nase zu lang ist? Oder gar beides? Kein Problem, das kann man ja operieren, einen anderen festlegen lassen, was da machbar ist, wie man es besser machen kann. Besser? Oder nur anders? Verdeutlicht an einem sehr schönen Beispiel mit einem Stück Pappe, in das ein Kreis gestanzt wurde, das genau der Größe eines Tennisballs entsprach, wurde uns allen in der heutigen Gospeltime klar gemacht, wie wichtig oder unnötig es ist, der Vorgabe oder dem „Ideal“ zu entsprechen. Für den Buchstaben „i“ schien uns dieser Begriff im Leben der Kinder am ehesten eine Rolle zu spielen. Wer wäre nicht gern wie Ronaldo von unseren kleinen Jungs? Oder wie Ariana Grande? Oder welcher Star auch immer? Sie haben eine bestimmte Vorstellung von deren Leben, die allerdings so weit weg von ihrem eigenen ist, dass es nur Wunschträume bleiben. Vielleicht sollte man sich seine Ziele und seine zu erreichenden Ideale nicht zu weit stecken? Um Erfolge mitnehmen zu können und nicht grenzenlos zu scheitern. Das Beispiel mit dem Tennisball? Der Tennisball passt perfekt durch das für ihn speziell angefertigte Loch. Prima. Aber auch ein Tischtennisball passt hindurch – zwar mit viel Platz rundherum, aber er passt hindurch. Er entspricht nicht der Norm, und dennoch kann er den gleichen  Weg gehen, wie der Tennisball. Gleiches gilt für einen kleinen Jonglierball. Er flutscht zwar nicht so easy dadurch wie der Tennisball oder mit viel Raum wie der TT-Ball, aber mit etwas Geschick passt er hindurch. Zum Schluss das Extrem-Beispiel, ein nicht ganz kleiner Schaumstoffwürfel. Offensichtlich passt er nicht durch das Loch, das sieht wirklich jeder. Und dennoch bekommen wir ihn hindurch, indem wir das Loch einfach vergrößern. Wir müssen uns nicht immer der Norm anpassen, wir können auch die Norm verändern und unseren Bedürfnissen anpassen.

Und dennoch geht es manchmal darum, aus der Masse herauszustechen, sich miteinander zu messen und zu vergleichen. Beispielsweise bei unserem Spiel ohne Grenzen. Hatten vor ein paar Tagen bereits die Kinder den Vorentscheid für sich durchgespielt, waren heute die Pubis und Pubi+ dran. Es galt, innerhalb der eigenen Gruppe herauszufinden, wer in welchen Spiel der Schnellste, Geschickteste, einfach der Beste ist, um heute Abend im Finale gegen den jeweils Betsen der Kinder und einen hoffentlich recht guten Mitarbeiter anzutreten, denn ehrlich gesagt fehlte uns ein wenig die Zeit zum Üben. Wäscheklammern mit dem Mund untereinander an eine recht tief hängende Leine zu klammern klingt vielleicht lustiger und leichter, als es ist, aber es erfordert schon viel Geschick, es auf Zeit und im Wettkampf gegeneinander zu leisten. Und wer von euch hat sich schon mal einen Plastikeimer auf den Rücken geschnallt, in dem Tennisbälle darauf warten, durch Hüpfen so schnell wie möglich befreit zu werden? Einen Nagel in eine Dachlatte schlagen hat sicher auch der eine oder andere bereits, aber auf Zeit und gegen andere Teilnehmer, bzw. Mitarbeiter? Mit einem Knickstrohhalm ein Cocktailschirmchen hoch zu pusten um es dann mit einem Plastikbecher wieder aufzufangen, könnt ihr euch mal als Spiel für die nächste Party bei euch zu Hause merken, allerdings gegebenenfalls bei Windstille, nur so als Tipp. Und wer von euch kennt sie nicht, die Laufdosen (Stelzen) die wir uns damals in meiner Kindheit noch aus Ravioli- Dosen selbst gebastelt haben. Stellt euch da mal drauf und sammelt im Laufen unter den Dosen TT-Bälle ein, und zwar nach Farben sortiert.  Smarties mit einer Pinzette auf einem Plastikteller stapeln, der auf einem Textmarker aufliegt, ist auch ein wenig schwerer, als es jetzt grad klingt. Und einen Becherstapel in den Händen einmal komplett umzustapeln, also so, dass der oberste später der unterste ist, erfordert Konzentration und Geschick, denn man darf nicht ausversehen zwei Becher nehmen, diese sind nämlich durchnummeriert und selbstverständlich wird hinterher überprüft, dass auch kein fehler vorliegt. Einen Becherstapel mit Hilfe einer Steinschleuder vom Tisch zu fegen klingt da doch glatt nach Urlaub, oder? Ebenso Tennisbälle mit den Knien vom Boden aufzuheben um sie dann in einen Eimer zu werfen. Und wer hat nicht schon mal ein kleines Seil mit zwei Klötzen am Ende um ein gespanntes Seil so geworfen, dass es dort hängen bleibt? Und es ist tatsächlich nicht so, dass immer die Kleinsten auch die Verlierer sind, denn die Anforderungen haben nicht immer was mit Größe zu tun. Allerdings – so leid es uns tut – die Motivation und der Ehrgeiz der Teamer war einfach unschlagbar, so dass wir – genau wie im letzten Jahr – leider (?!) den Sieg davontragen mussten. Und jetzt? Jetzt wird gefeiert, nachdem wir eure Kinder getröstet und ins Bett gebracht haben. Wir sind halt ein Team, und als solches unschlagbar.

Was ich euch aber grad noch ans Herz legen möchte – schaut mal bei den Fotos genauer hin, denn die Kiddis waren heute Nachmittag am Strand, mit Schaufeln und Eimern bestückt, um Sandskulpturen zu bauen. Wer braucht schon Badezeiten, um Spaß am Strand zu haben? Wirklich tolle Ideen und eine kreative Umsetzung dieser bescherten uns einen wunderbaren Nachmittag. Wer zieht schon einer Nixe einen Bikini aus Quallen an? Oder plündert ein Algenbeet, um einem Leuchtturm zum Licht zu verhelfen? Ein ganzer Hafen und ein Motorboot entstanden im Sand, eine Insel inklusive Meer drum herum und  eine weitere Nixe. Leider geben die Fotos nicht die Stimmung am Strand wieder, aber wir können euch versichern, dass Buddeln im Sand immer noch das Beste ist.

Bericht von Inke Armbröster

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

Irgendwas kann jeder

Mittwoch, den 25. Juli 2018

Oder positiver ausgedrückt „Jeder kann etwas!“ Sicher habt auch ihr öfters schon mal von euren Kindern den Satz gehört „Ich kann das aber nicht!“ Hier bei unseren Spielen passiert das auch schon das eine oder andere Mal, dass in einer Gruppe gesagt wird „mach du das lieber, ich kann das nicht“. Das Thema unserer heutigen Gospeltime war „Talent“ für den Buchstaben „t“. Ohne zu wissen, um welches Thema es sich handelt, wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt und konnten Stationen anlaufen, bei denen unterschiedliches von ihnen gefordert wurde. Mal mussten sie ein kleines Theaterstück improvisieren, mal als Gruppe durch ein gespanntes Netz klettern und jeder Teilabschnitt des Netzes durfte nur einmal durchklettert werden,

An jeder dieser Stationen bekamen sie von dem Mitarbeiter Merkstriche auf ihre Karte. In der späteren Gesprächsrunde wurde dann klar, dass diese Striche immer für das Hervortreten eines bestimmten Talentes waren, zum Beispiel wenn eine Aufgabe besonders kreativ gelöst wurde oder jemand sich in Teamfähigkeit besonders hervorgetan hatte. Unwichtig war hierbei, wer wie viele Striche hat, denn es ging darum zu verdeutlichen, dass bei jeder Aufgabe etwas anderes gefordert war und das jeder sich in einem anderen Gebiet vielleicht hervorgetan hatte, weil die Talente bei euren Kindern einfach unterschiedlich verteilt sind. Aber jeder von ihnen war zu Lösung der Aufgaben wichtig, so wie eine kleine Schraube im Getriebe eines Bootes, die eines Tages beschließt, nicht mehr dazugehören zu wollen, weil sie sich unwichtig findet und keine Aufgabe in ihrem Dasein sieht. Sie dreht sich heraus und was geschieht, könnt ihr euch denken – nach und nach bricht das Getriebe zusammen, funktioniert es nicht mehr, denn auch die kleinste Schraube ist wichtig in diesem komplizierten Gefüge aus Schrauben, Muttern, Stangen, Ölen, Verbindungen, Rädern und was auch immer da hinein gehört. Und genau so wichtig ist jeder einzelne von uns im Getriebe der Freizeit, im Motor der Schule, im Gefüge des Freundeskreises und im Großen Ganzen unserer Gesellschaft. Das kann man sich gar nicht oft genug deutlich machen, dass das, was du mitbringst, das was du kannst, dich zu dem macht, was du bist – und dass du SO gut bist.

Und soll ich euch mal was sagen – auch mit dem Handy in der Hand kann man Kreativität beweisen und zeigen, was man als Gruppe leisten kann. Dies war nämlich am Nachmittag von unseren Kindern gefordert. „Crazy Picture“, die Abwandlung des altbekannten „Crazy 30“, die alten Hasen von euch erinnern sich vielleicht. 30 Aufgaben galt es als Gruppe in Bilder umzusetzen und als Foto mit dem Handy festzuhalten. Bunt gemischte Gruppen, groß und klein, müde und motiviert, Jungs und Mädels zogen los, um etwas kreatives in den Sand zu malen, sich zu stapeln, Schuhe zu tauschen, zu balancieren, sich unter eine Parkbank zu legen, ein Papierboot im Brunnen schwimmen zu lassen, die Füße im Sand zu vergraben, einen Mitarbeiter zu imitieren, das eben noch gebastelte Papierboot im Müll zu entsorgen und darüber zu trauern, einen Seehund zu küssen, einen Regenbogen nachzubilden, einen anderen Passanten zu umarmen, sich von jemand fremden über die Straße tragen zu lassen, zusammen ein Eis zu schlecken, eine menschliche Pyramide zu bauen oder gar einen Fremden über die Straße zu tragen. Spaß hatten alle bei diesen und weiteren Aufgaben allemal, und jetzt müsst ihr euch auch nicht mehr über die seltsamen Bilder im Anhang wundern.

Auch am Abend kamen die verschiedensten Talente zum Vorschein, denn – so leid es uns tut – wir müssen langsam an die Vorbereitung unseres Abschlussabends denken, und dafür gab es heute reichlich Zeit. Viele brachten schon Ideen von zu Hause mit, geschnittene Musik, fertige Tänze, die jetzt nur noch den interessierten Mittänzern beigebracht werden mussten oder andere Vorführungen. Wir Mitarbeiter standen als Ideengeber und Musikbesorger, als Bastelvorschläger und Motivator zur Seite, aber das Programm am kommenden Samstag wird von euren Kindern gestaltet werden, und wir haben wirklich tolle Anmeldungen bekommen. Es wird akrobatische Vorführungen geben und turnerische. Aus mehreren Zimmern oder Fluren drang Musik, da mehrere Tänze einstudiert werden (und auch in den kommenden Tagen noch einstudiert werden, denn das ist ja an einem Abend gar nicht zu schaffen). Es wird gesungen und Klavier gespielt. Sogar ein Deko Team hat sich zusammengefunden, die jetzt im Vorfeld bereits mit der Gestaltung der Plakate beschäftigt ist und am Samstag beim Aufbau helfen wird. Ganz aufgeregt wurde dann bei der Quakelei davon berichtet, zu welchen Gruppierungen man sich zusammengefunden hat und was man plant. Unser Komitee für den Abend hat wirklich gutes Material, um einen bunten Abend zusammenstellen zu können. Ich würde ja sagen, ich freue mich jetzt schon darauf, aber dann wäre ja schon bald Ende hier, und das versuchen wir grad alle noch erfolgreich zu verdrängen.

Bericht von Inke Armbröster

 

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Miteinander stark sein

Montag, den 23. Juli 2018

Tag092018WebTagebuchIch sitze hier im Mitarbeiterraum und überlege, was ich euch denn heute mal schönes nach Hause schicke, da fällt mein Blick auf unser Blackboard und es hängt der Tagesplan dort mit der Information „Bergfest“…so viel noch mal im Rückblick auf meinen Bericht vom Samstag – die Wochentage und das Datum verlieren hier völlig an Bedeutung. Keiner hat für heute einen neuen Tagesplan geschrieben und keiner scheint heute einen aktuellen vermisst zu haben. Ein perfekt aufeinander eingespieltes Team informiert und funktioniert halt auch ohne Plan. Und dennoch sind wir nicht planlos.

Erneut wurden wir – wie erwartet – auch heute früh von der Sonne geweckt. Kaum ein Hauch Wolken am Himmel, äußerst angenehme Temperaturen und ein leichter Wind versprachen einen herrlichen Tag. Die Gospeltime brachte uns heute wieder in die WortZauberWelt von Julia Engelmann. Gleich zwei Texte hatten wir für den Buchstaben „r“ zum Thema „Rückgrat“ (ja, das heißt wirklich so und wird auch so geschrieben, auch wenn eure Kinder das nicht alle glauben wollten) passend gefunden. Der eine beschäftigte sich mit der Problematik des sich-entscheiden-Könnens, wann und wie stehe ich zu meiner Meinung, zu dem was ich will? Lasse ich mich von anderen verbiegen? Und damit dann verbunden die Fragestellung für jeden einzelnen, was macht mich stark, was gibt mir Halt, was treibt mich an? Und wie war das mit Jesus? Hat Jesus Rückgrat bewiesen? Er ist immer aufrecht und sicher durch sein Leben gegangen, hat auch andere stark gemacht für ihr Leben und gibt jedem einzelnen von uns heute Halt, wenn wir es zulassen. Befreit zum Leben hört man oft in diesem Zusammenhang, und somit beinhaltete auch der zweite Text die Aussage „Du kannst alles sein, Baby“ – mach was aus deinem Leben, mach was aus deinen Wünschen. Gehe aufrecht durch dein Leben, auch wenn du öfters den Weg wechseln musst.

Gegen Mittag war es ordentlich warm geworden auf diesem kleinen Sandhaufen in der Nordsee. Dabei fällt mir ein – gestern auf dem Rückweg vom Gottesdienst kam ich an mehreren Ameisen-Sandhaufen vorbei, die entstehen, wenn Ameisen sich hier durch die Gänge wühlen. Und mir kam der Gedanke, weil es hier so viele davon gibt, dass bestimmt ganz Wangerooge unterirdisch in Wirklichkeit nur ein riesiger Ameisenbau ist und wenn die Ameisen mal aussterben sollten, wäre sicher auch dieser wunderbare Sandhaufen einfach weg. Hoffentlich nicht! Jedenfalls nutzen wir allen Ameisen Unkereien zum Trotz den Nachmittag für einen der letzten Badeaufenthalte am Strand, da sich die Badezeiten in dieser Woche sehr zu unseren Ungunsten verschieben. Bälle, Schaufeln und Eimer sind bei jedem Strandgang dabei, und so findet schnell jeder etwas, womit er sich beschäftigen kann. Vielen reicht es schon, einmal den Popo im Wasser gehabt zu haben, andere würden am liebsten bis Helgoland schwimmen. Auf den Decken liegen und sich einfach nur zu unterhalten, auszutauschen und miteinander zu quatschen ist auch sehr beliebt, nicht nur bei euren Kindern. Mittlerweile erkennen wir unsere Kinder auch im nassen Zustand und in Badehose, so dass wir keine fremden Kinder am Strand mehr ansprechen.

Das ausgiebige Duschen blieb heute nach dem Strand ausnahmsweise mal aus, Katzenwäsche war angesagt, denn nach dem Essen ging es sportlich weiter. Fußballtunier auf der Wiese vor dem Haus, Völkerball am Strand und Kleinspiele wie Chicken, CrossBoule oder Schwedenschach ums Haus – aus diesen drei Vorschlägen konnten eure Kinder sich etwas für den heutigen Abend aussuchen. Fast 40 sind an den Strand zum Völkerball – ich schrieb ja schon mal, dass es manchmal nur einen Ball braucht und genügend Leute für eine Menge Spaß. Die Übrigen teilen sich recht gleichmäßig auf Fußball und Kleinspiele auf, so dass nun bis zum Duschen und Schlafengehen alle gut beschäftigt sind. Ich finde es immer wieder schön, wie gerade an solchen Abenden, bzw. bei solchen Programmpunkten das Miteinander von Groß und Klein funktioniert. Unsere Kleinsten sind 8 Jahre alt und unsere Ältesten 18. Und dennoch wird aufeinander Rücksicht genommen, ist es nicht selbstverständlich, dass die Kleinen verlieren, wird sich gegenseitig geholfen oder getröstet, ziehen die Großen mit den Kleinen zusammen ins Dorf, weil man sich ja nur zu mindestens zu dritt abmelden darf, und so kann man sogar Völkerball gemischt spielen. Zwar genießen die jeweiligen Altersgruppen es auch, unter sich zu sein, aber das Miteinander, welches wir ja in unseren Spielen oft haben und erwarten, ist scheinbar kein Problem.

Bericht von Inke Armbröster

 

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Was für ein Zirkus

Sonntag, den 22. Juli 2018

Tag082018WebTagebuch

Aufstehen, Kinder wecken, Frühstücken, T-Shirts verteilen und dann schauen, dass alle einigermaßen gescheite Hosen anhaben und vor allem, dass alle Nutella Reste aus den Mundwinkeln verschwunden sind, alle Kakaomünder richtig abgewischt und vor allem die Haare ordentlich gekämmt sind. Warum? Es ist nicht nur Bergfest und somit das zweit wichtigste Fest auf der Freizeit, sondern gleichzeitig auch der Sonntag in der Mitte der Freizeit, der Tag, an dem wir traditionsgemäß den Familiengottesdienst in der Inselkirche gemeinsam mit Günter Raschen und dem, bzw. der jeweiligen Urlaubspastorin gestalten. An diesem Tag gibt es zum ersten Mal die bestellten T Shirts, und auch wenn nicht alle Teilnehmer in diesem Jahr eines haben wollten, so war es doch ein tolles Bild, diesen in tiefes blau gekleideten Wurm durch das Dorf ziehen zu sehen. Wie immer waren der Altarbereich und ein paar wenige Plätze in den ersten Reihen für uns frei. Die Urlaubspastorin, Imke Hinrichs aus Oldenburg, war ein absoluter Glücksgriff in diesem Jahr. Mit tollen eigenen Ideen hat sie die Gottesdienstplanung, die ja an unsere Themenreihe gebunden ist, bereichert und ihre Predigt und ihre Geschichte auf unser „anders“ für den Buchstaben „a“ ausgerichtet. Die Geschichte des Gichtbrüchigen, den seine Freunde durch das Dach zu Jesus hinablassen, erzählte sie völlig frei und anders, nämlich mit Unterstützung ihrer Geige. Immer wieder ließ sie nach Abschnitten in der Geschichte ein paar Takte aus bekannten Kirchenliedern oder auch nur improvisierte Geigenklänge ertönen. So aufgelockert und gleichzeitig spannend erzählt, erwachte die altbekannte Geschichte zu neuem Leben. Unsere Teamer setzten diese in eine moderne Fassung für die heutige Zeit um. Jemand fällt um, wird ohnmächtig vor Hitze und alle Umstehenden haben nichts besseres zu tun, als Handy Fotos zu machen, sich in den Vordergrund zu drängen und den, der retten will, nicht durchzulassen, geschweige denn ihm zu helfen. Aber eben dieser Retter und seine von ihm herbeigerufenen Freunde handelten anders – sie kümmerten sich. Noch lange nach dem Segen standen wir alle in der nun fast leeren Kirche und sangen noch einmal unsere Lieblingslieder und begeisterten damit die Gottesdienstbesucher, die einfach sitzen geblieben waren, um noch etwas von uns zu hören. Oft schon wurden wir nach einem Gottesdienst gefragt, woher unser Chor denn käme…

Nach einem wahren Sonntagsessen mit Schweinefilet, Romanesko und Herzoginnenkartoffeln, gefolgt von Mousse au Chocolate und Vanille, wurden nun endlich die mitgebrachten Kostüme aus den Koffern und Schränken geholt. Wirklich fantastische Figuren kamen nun zum Vorschein, Pantomimen, Seiltänzerinnen, Elefanten, Giraffen, Clowns, Artisten, Kraftprotze, verschiedene dressierte und undressierte Wildkatzen, ein Dompteur, Zauberer und sogar eine fesche Zirkusdirektorin wurden gesichtet. Schaut mal, ob ihr auf den Fotos noch mehr der tollen Verkleidungen entdeckt. Uns ist ja nichts peinlich, und so zogen wir alle miteinander mitten ins Dorf, unser heutiges Spielgebiet. Verteilt auf zwölf Stationen saßen die Mitarbeiter – selbstverständlich auch verkleidet, und boten den Kindern an, am Abend bei ihrer Zirkusvorführung zu erscheinen, allerdings nur, wenn sie auch ein Spiel bei uns lösen würden. Seiltanzen mit einem Brett und zwei Wasserbechern darauf? Eine Kleinigkeit für eure Kinder. Knifflige Geduldsspiele aus Holz und Metall lösen? Easy. Gemeinsam ein Putzglas mit Hilfe von einem Weckring, an Fäden gebunden, aus der Manege befördern? Nicht einfach, aber lösbar. Pantomime erraten? Eine Leichtigkeit. Einen Mini-Schokoschaumhauben-Ess-Parcour bewältigen? Na klar. Einen Tischtennisball jemandem auf den Kopf werfen? (natürlich war ein Becher auf dem Kopf und der musste getroffen werden) Auch das war kein Problem. Seilchenspringen als ganze Gruppe? Eine echte Herausforderung, aber zu schaffen. Plakate gestalten für den abendlichen Zirkus? Eine der leichtesten Aufgaben. Ein Mini-Wagenrennen, also einer auf dem Rücken von zwei Mitspielern, über die Straße? Hey, eure Kinder machen solche Rennen mit Zwölfen in einer Gruppe, da werden sie es auch zu dritt schaffen. Ein Lied singen? Nach dem heutigen Morgen muss ich ja dazu nichts mehr sagen – das können eure Kinder. In einer Schlange hintereinander hüpfen, wenn der jeweilige Hintermann ein Bein seines Vordermannes hochhält? Immer wieder beliebt, dieses Spiel und immer wieder zu schaffen. Zudem mussten sie sich als wilde Tiere blind von ihrem Dompteur in die Manege zurücktreiben lassen, aber auch dies war, dank des guten Dompteurs, kein Problem. Unglaublich schön und interessant waren auch die Reaktionen der Urlauber und Insulaner, die so durch die Straßen zogen und sich über das vermehrte Kostümaufkommen wunderten. Nicht nur, dass uns viele Fragen gestellt wurden, wer wir denn seien und was wir hier tun, so wie wir aussehen. Der Zirkusdirektorin wurden gar 2 Euro in ihren eigentlich nur abgelegten Hut geworfen, eine ältere Dame wollte wissen, wann denn unsere Aufführung sei, und einer der Teamer, der seine Station vor dem Inselbäcker hatte, bekam sogar einen Kaffee geschenkt. So geht Inselleben.

Um das Abendessen herum, mit Pizza als zusätzlichem Snack, gönnten wir uns dann alle eine etwas längere Pause und jetzt gab es auch endlich die Handys für eine Stunde. Bis auf das Bergfest Team und einige Helfer, denn die verwandelten den Sportplatz mal eben in eine kleine Manege, bunt geschmückt mit Luftballons und den im Spiel gestalteten Plakaten. Die erspielten Tickets vom Nachmittag dienten als Eintrittskarten und sogar Popcorn gab es am Eingang – wie im richtigen Zirkus. Und dann ging der Zirkus erst richtig los – in den Gruppen vom Nachmittag wurde weitergespielt, Eierlaufen, Luftballontreten, Stopptanz und ähnliches wurde bei stetig steigender Stimmung endete das Ganze schließlich in einer kleinen Bergfest-Party, mit Cotton-Eye-Joe-Squaredance, Makarena und 99 Luftballons – die guten alten Partylieder sind halt nicht kaputt zu kriegen. Abgeschminkt, frisch geduscht und hundemüde liegen jetzt fast alle in ihren Betten und wir freuen uns darauf, morgen eine Stunde länger schlafen zu dürfen.

Bericht von Inke Armbröster 

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

Eine Woche voller Samstage

Sonntag, den 22. Juli 2018

Tag072018WebTagebuch

Auf einer Freizeit vergisst man wirklich, welcher Wochentag grad ist, geschweige denn, dass man sich erinnern kann, welches Datum wir denn haben. Immer wieder kommt die Frage „den wievielten haben wir denn heute?“, beispielsweise wenn der Blick auf den Tisch- und Fegeplan fällt. Jeder Tag fühlt sich an wie Samstag – keiner geht zur Arbeit, kein frühes Aufstehen, um den Schulbus rechtzeitig zu erreichen, frische Brötchen zum Frühstück, alle sitzen am Tisch, das eine oder andere ist noch zu erledigen, die Geschäfte haben geöffnet, es bleibt viel Zeit zum Spielen, lesen, chillen, sich mit Freunden zu treffen und etwas Schönes miteinander zu unternehmen und zu erleben. So in etwa müsst ihr euch Freizeit vorstellen – und wir und eure Kinder mittendrin. Ein wunderbares Gefühl.

„G“ wie Gefühle war heute auch unser Buchstabe und somit unser Thema in der Gospeltime. „einzig…“ heißt unser Wort nun schon, so weit fortgeschritten sind wir. Unglaublich, dass wirklich schon eine ganze Woche rum ist und wir uns in einer Woche schon auf die Heimfahrt vorbereiten. Heimwehgefühle haben wir in den Griff bekommen, erste Freizeitverliebtheiten stellen sich ein, Gefühle anderen gegenüber ändern sich vielleicht, weil man sie besser kennenlernt, erste Müdigkeitserscheinungen treten auf, nicht nur bei den Teamern, Freude beim Gewinnen eines Spiels, Traurigkeiten wegen nicht erreichter Mamas und Papas während der Handy-Zeiten, miteinander lachen, miteinander träumen – all dies sind Gefühle, die uns hier jeden Tag begleiten. Zum Einstieg gab es ein Improvisationstheater der Teamer, bei dem eure Kinder als Regisseur einspringen mussten. Wo sind sie, welches Jahr haben wir, welche Uhrzeit, wen sollen die Teamer darstellen und was soll in der Situation passieren. Während nun die Teamer ihre vorgegebenen Rollen spielten, mussten sie spontan, quasi auf Zuruf, folgende Gefühle in ihr Spiel einbauen: Angst, Wut, Freude, Panik, Mut und Erstaunen. In den anschließenden Kleingruppen bekamen nun eure Kinder die Aufgabe, auf kleinen Kärtchen vorgegebene Gefühle pantomimisch für die anderen darzustellen: aufgeregt, lustig, erleichtert, verliebt, glücklich, ängstlich, erschrocken, traurig, sauer und unsicher. So an das Thema und die unterschiedlichen Gefühle herangeführt, galt es daraufhin die Geschichte Davids genauer zu durchleuchten und von seinem auf und ab der Gefühle zu erfahren.

Nachdem unsere letzte Woche gespickt war mit viel Sonne und Strand, mit Rätseln und Teamspielen, mit Kennenlernen und Gospeltimes, konnte heute jeder mal seinen Nachmittag frei gestalten – egal ob spielen am Haus, Shoppen im Dorf, Insel erkunden, Mittagsschlaf, Buch lesen, Eis essen, spazieren gehen, Musik hören oder gar alles und zwar nacheinander – einfach mindestens zu dritt abmelden und alles war möglich. Das tat nicht nur euren Kindern gut nach einer Woche vollem Programm, auch wir Teamer konnten es genießen, mal nicht jede Minute ansprechbar zu sein, zusammen einen Cappuccino im Dorf trinken, Postkarten nach Hause zu schreiben, endlich das Sockenland mit Kletterwand und Trampolinen erkunden dürfen, oder einfach nur stundenlang auf dem Sportplatz Ball zu spielen. Und dann kamen heute tatsächlich die ersten Päckchen an, deren Verteilung und Auspackaktion gerade in die freie Zeit fielen.

Und jetzt? Ich sitze hier im Mitarbeiterraum, mein Blick fällt auf die untergehende Sonne, auf dem Sportplatz ist lautes Gejohle von unseren Kiddies. Völkerball ist angesagt – immer wieder beliebt, bei Groß und Klein. Ich kann mich an ein Freizeitjahr erinnern, in dem es wohl nicht einen Strandbesuch gab, ohne dass die Kids sich ein Völkerballfeld selbst im Sand markiert haben und allesamt gespielt haben. Man braucht nicht immer komplizierte Spielanleitungen und große Geschichten, um einen spannenden, abwechslungsreichen Abend zu gestalten. Manchmal reicht ein Ball.

Schaue ich jedoch aus dem anderen Fenster, sehe ich auf unserer Aussichtsdüne Pubis, die sich doch mit einer großen Geschichte beschäftigen müssen. Der beliebte, alte Bürgermeister von Wangerooge ist auf tragische Weise ums Leben gekommen, man spricht gar von Mord, da er sich mit dem Thema der Müllbeseitigung und Handhabung auf der Insel wirklich Feinde gemacht hat, sowohl unter den Geschäftsleuten, als auch unter den normalen Bürgern. Ganz nach alter Cluedo-Sitte, „wer hat wen wann und wo und womit ermordet“ müssen sich unsere / eure Pubis an Stationen Hinweise erspielen, mit deren Hilfe und ein wenig logischem Denken sie hoffentlich letztendlich den Täter entlarven können. Sie müssen kleine Figuren durch ein Fernglas betrachten und erkennen, Wasser transportieren, Puzzeln, Knöpfe annähen, einen Löffel in eine Flasche fallen lassen, Smarties in den Mund werfen, Pantomime, Zielwurf, Schubkarrenlauf, Erbsenlauf, Brezeln schnappen, Buch auf dem Kopf balancieren, Ballontanz, Papierschlange reißen, Bierdeckel mit Wäscheklammern weitergeben, Tennisball mit der Nase schieben, Tabu, Montagsmaler und das altbekannte und immer wieder beliebte Ballon-aufblasen-bis-er-platzt. Für jedes gewonnene Spiel gibt es einen Hinweis auf den Täter, bzw Hinweise, was der Täter auf keinen Fall hat. Zum Beispiel trägt der Täter normale Schuhe, aber kein Pflaster, er hat eine Uhr, aber keinen Gürtel, zudem trägt er eine Brille. Durch kombinieren und Ausschlussverfahren werden unsere Ermittler sicher schnell herausbekommen, dass nur der Bernd vom Bielefelder Haus der Täter gewesen sein kann. Wenn der Bernd wüsste, wofür wir seinen Namen heute missbrauchen.

So, ihr Lieben, ich werde jetzt noch den Sonnenuntergang genießen, dann irgendwann eure Kinder ins Bett bringen und selbst ausnahmsweise mal vor halb zwei schlafen gehen. Euch auch eine schöne Nacht, wenn auch nicht mit solch einem tollen Sonnenuntergang.

Bericht von Inke Armbröster 

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!

“Biss zum Umfallen”

Samstag, den 21. Juli 2018

Tag062018WebTagebuch 

Es tut mir leid, aber den heutigen Tag MUSS ich mit dem Abendprogramm beginnen. Die Mädels der Pubis hatten „Teamwork“ auf dem Programm stehen – ein Abend rund um Spiele im Team gegen andere Teams mit Unterstützung eines Mitarbeiter Jokers. Der Verlauf des Abends war relativ unspektakulär, Punkte wurden erspielt, verschiedene Teams spielten gegeneinander, Punkte wurden eher gesichert, als dass gezockt wurde – wie gesagt halt unspektakulär. Aber dann kam das Finale – die bis dahin führende Mannschaft nach Punkten hatte die Ehre und das Vergnügen, irgendeine der anderen drei als Gegner zu wählen. Dann kam die Ansage für das Spiel – „Jenga“! Lächerlich, kein Problem, hat sicher jeder schon oft gespielt. Aber der Titel des Spiels lautete „Biss zum Umfallen“, und da ist ganz sicher kein Schreibfehler drin. Gefordert war Jenga ohne Hände, stattdessen mit dem Mund, also Zunge, Zähne, Lippen. Sonst nichts. Klingt komisch, kann aber funktionieren. Nachdem dann auch beide Teams sich zur Genüge ausgetauscht und beraten hatten, gingen vier der Mädels, zwei für jedes Team, an den Start. Ganz ehrlich? Ich hätte es wahrscheinlich gerade mal geschafft, einen Stein von der oberen Ebene mit dem Mund runter zu schubsen. Aber die jeweils obere Ebene darf ja nicht benutzt werden. Anfänglich gab es noch Gekicher und „wie soll ich das denn schaffen?“ von den Spielerinnen, aber dann ging es voll konzentriert zur Sache. Ein Stein nach dem anderen wurde abwechselnd von den Mädels der beiden Teams mit größtem Geschick, Beratung, Geduld und gemeinsamer Überlegung aus dem Turm heraus gezogen, geschoben, gebissen oder wie auch immer man das nennen will und dann mit kurzer Zwischenablage auf dem Tisch erneut mit dem Mund gefasst und oben auf den Turm gelegt. Schnell noch mit der Zunge in Position geschoben und die Gegner waren an der Reihe. Bereits nach zwei oder drei Zügen schien keine reelle Chance mehr zu bestehen, überhaupt noch etwas an diesem Turm zu bewegen, ohne ihn einstürzen zu lassen. Aber immer wieder fanden die Vier hier und da doch noch einen Stein, der sich irgendwie herausbeißen ließ. 10 – in Worten ZEHN – Steine haben sie letztendlich aus dem Turm heraus und oben wieder drauf gelegt, bevor beim elften Versuch leider der übrige Bau in sich zusammenfiel. Ich fahre seit 26 Jahren auf Freizeiten und habe wirklich schon viele Spiele erlebt, aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Zumal ich am Nachmittag das gleiche Spiel bei den Jungs gesehen habe, und die haben genau einen halben Stein geschafft – also eigentlich haben sie es dann ja eher nicht geschafft.

Getrenntes Jungs- und Mädchenprogramm? Ja, manchmal muss das einfach sein. Für den Nachmittag war ein Programmpunkt geplant, der mit der gesamten Gruppe der Pubis einfach nicht zu schaffen gewesen wäre, daher wurde eine Alternative geplant, eben dieses Teamwork. Somit spielten die Jungen am Nachmittag und die Mädels am Abend, während die jeweils andere Gruppe verzweifelt bemüht waren, die Weg aus ihren Räumen zu finden. Wie bitte? Vier verschiedene Escape Rooms waren in liebevoller Kleinstarbeit in den unteren Tagesräumen des Bielefelder Hauses erschaffen worden. Anhand von Rätseln, kleinen Aufgaben und versteckten Hinweisen mussten die jeweilige Teams versuchen, einen Weg aus ihrem Raum zu finden, beziehungsweise die Lösung ihrer Geschichte. Wer von euch schon einmal einen Escape Room erlebt hat, kann vielleicht nachvollziehen, was gemeint ist. Wir wären ja nicht wir, wenn auch unsere Räume besondere Geschichten und Rätsel beinhalten würden. „Die Hochzeit zu Kanaa“, „Judas der Verräter“, „Geheimnis Gottes“ und „Die Flucht“ waren unsere biblischen Escape Geschichten, die die Pubis erleben durften. Zwei Räume waren theoretisch in der zur Verfügung stehenden Zeit zu schaffen. Die genauen Geschichten der Räume darf ich leider nicht verraten, da die Geheimnisse eines Raumes auch in dem Raum bleiben.

Das Abendprogramm der Kinder beinhaltete die gleichen Teamspiele, die unsere Pubis bereits vor ein paar Tagen erleben durften. Zwar ist es nur eine kleine Gruppe von Kindern, aber auch dieses Team spielt für Zusammenhalt, Gemeinschaft und Spaß. Gespielt haben die Kinder heute quasi den ganzen Tag, denn auch am Nachmittag gab es für sie Spiele ohne Ende. Kreisspiele aller Art, wirklich angefangen von Plumpsack, Feuer-Wasser-Blitz, Zweier-Fangen, Stille Post, Schwungtuch, Komm-Mit-Lauf-Weg und ähnliches. Mit viel Spaß waren sie dabei und konnten sich so gut gelaunt in die Hot Dog Schlacht im Speisesaal begeben.

Obwohl der heutige Tag etwas verdreht von mir für euch niedergeschrieben wurde, habt ihr doch sicher dennoch gemerkt, dass der Bericht von unserer heutige Gospeltime noch fehlt. „I“ wie Interesse war unser Thema. Ging es zunächst um Schlagzeilen, erfundene und echte, die unser Interesse wecken sollten, durften wir danach selbst Schlagzeilen machen und Jesus-Geschichten über soziale Netzwerke in der heutigen Zeit verbreiten. Egal ob YouTube Video, Instagram Post, WhatsApp Nachricht, SMS oder auch die gute alte Postkarte – jede Gruppe durfte entscheiden, wie sie denn unser Interesse an ihrer jeweiligen Geschichte wecken wollten. Die Ergebnisse wurden auf der Leinwand präsentiert und ernteten wirklich massig Applaus. Immer wieder erstaunlich, wie kreativ und offen und frei eure Kinder mit unseren Themen und Vorschlägen umgehen. Sie erwecken unsere Gospeltimes erst zum Leben, da können wir noch so viel planen oder denken, wenn eure Kinder nicht mitmachen würden, wäre alles Bemühen unsererseits vergebens. Wir wecken ihr Interesse und sie füllen es mit ihren Ideen – so funktioniert Freizeit mit uns.

Bericht von Inke Armbröster 

 

ZU DEN FOTOS

Hinweis zu unseren Fotos: Es gibt in diesem Jahr nur ein Fotoalbum. Es ist leider nicht in die jeweiligen Tage zu unterteilen. Deshalb werden die jeweils neusten Freizeitfotos vorgeordnet angezeigt und die älteren Fotos rücken dann in der Übersicht weiter nach hinten. Eine andere Lösung ist derzeit nicht möglich! Die Fotos werden daher stetig ergänzt!


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