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Im Rahmen des 715. Stadtgeburtstages hat Bürgermeister Wilfried Holberg nun den über hundert Ehrenamtlichen des Netzwerkes für Flüchtlingshilfe in Bergneustadt, den Stadtdukaten überreicht.

Einer der Empfänger war der Wiedenester Daniel Wolff (siehe Foto), der als Teamleiter von hier.leben die Ehrung für die gut zwei Dutzend Männer und Frauen der Initiative der Ev. Kirchengemeinde Wiedeenst entgegennahm. Die ehrenamtlich engagierten Männer und Frauen von hier.leben „haben entscheidenden Anteil daran, dass die Stadt die enormen Herausforderungen die große Zahl an Heimatlosen unterzubringen und zu versorgen meistern konnte“, so Wilfried Holberg. “Das alles geschieht ohne viel Aufhebens darum zu machen.“

Die Freude über diese überraschende Ehrung war bei Daniel Wolff sehr groß. Allerdings wies er sofort darauf hin, dass nicht er den Stadtdukaten bekommen habe, sondern alle Ehrenamtler, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

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Weltweit gibt es Krisenherde und es kommen immer neue hinzu. Menschen verlieren ihre Heimat und suchen ein neues Zuhause. Persönliche Betroffenheit über diese Schicksale hat uns motiviert, hier für unserem Ort diese Initiative zu gründen. Schnell fanden sich viele, die bereit sind, sich mit ihren Begabungen einzubringen.Wir gehen davon aus, dass niemand ohne Not sein/ihr Land und seine/ihre Familie verlässt. Wir möchten keinen Unterschied machen zwischen Flüchtlingen, die wegen Krieg, Diskriminierung oder aus Armut zu uns kommen. Wir versuchen die Kultur und Religion des anderen zu respektieren, so wie wir Respekt gegenüber unserer eigenen Kultur und unserem Glauben erwarten. Unser Ziel ist es, eine Möglichkeit zur Begegnung zu schaffen zwischen den Zuflucht suchenden und denen, die schon immer hier leben.In den Räumen unseres Gemeindehauses versuchen wir einen verlässlichen Schutzraum anzubieten, auch als Alternative zu der doch eher tristen Wohnsituation der Heime. Dazu treffen wir uns in den Jugendräumen des Martin-Luther-Hauses Wiedenest.

Wir essen und trinken zusammen, spielen Kicker, Billard, Gesellschaftsspiele oder benutzen die Kegelbahn. Die Kinder haben eine Spielecke für sich. Es wird viel miteinander geredet und gelacht.

Unsere Hoffnung ist, dass dadurch aus Fremden neue Nachbarn werden und wir von uns sagen können, das wir in unserem Ort gemeinsam hier.leben.

Oft erfahren wir in den Gesprächen, wo ein Mangel ist und können weiterhelfen: Durch einen guten Rat, weitere Kontakte, die Übersetzung in eine Sprache oder auch durch persönliche Begleitung beim Einkauf, einem Arztbesuch oder bei Behörden. Einige haben persönlich Patenschaften für Flüchtlinge übernommen.Aus diesen Kontakten entstehen nicht selten tiefere Freundschaften, die wir als sehr bereichernd empfinden.

Unsere Gäste sind sehr lernbereit, deshalb bieten wir parallel zum Begegnungstreff zwei Sprachkurse an, die wir als Ergänzung oder Überbrückung zu den Kursen der Volkshochschulen sehen.

In unserem Team arbeiten etwa 20 Leute von jung bis alt zusammen. Wir versuchen, unsere Gäste mit in die Verantwortung zu nehmen, so dass aus einem Treff für sie ein Treff mit ihnen wird. Wir stehen in Kontakt mit der Stadtverwaltung und mit anderen Initiativen im Umfeld.Jeder ist herzlich eingeladen am Donnerstag dabei zu sein. Die erste Hemmung, auf Unbekannte zuzugehen ist schnell überwunden, wenn man merkt, wie herzlich und bereichernd diese neuen Bekanntschaften sind.
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