Noch vor Sonnenaufgang…

Von Roland Armbröster am Samstag, 03.08.2019 um 12:44 Uhr, in der Kategorie Allgemein.

schlichen die ersten Mitarbeiter durch ihre Zimmer und packten alles zusammen, was nur irgendwie wieder in die Koffer passen sollte. Inklusive aller Sandreste in Hosenumschlägen und Strandlaken ist das manchmal gar nicht so einfach. Es soll ja auch Mitarbeiter geben, die sich jede Saison einen neuen Pulli auf der Insel kaufen, und auch der muss in den Koffer passen, der schon auf der Hinfahrt viel zu klein schien. Und es dauerte gar nicht lange, da hörte man die ersten Koffer über den Asphalt auf dem Hof rollen und rumpelnd im großen Gepäckanhänger verschwinden. Dieser war schon zu gut einem Drittel gefüllt, denn gestern hatten viele fleißige Hände bereits Materialkisten gepackt und verklebt und gegen Abend bereits in dem Hänger verstaut. So mussten wir heute nicht ganz so früh aufstehen und konnten auch euren Kindern noch ein wenig Schlaf gönnen. Gegen 5:45 Uhr wurden dann alle geweckt, die bereit gelegten Sachen angezogen, Zähne geputzt, Betten abgezogen, Reste in Koffer verstaut und auch diese dann zum Gepäckanhänger gerollt. Wir hatten gestern wirklich gute Vorarbeit geleistet, denn nach nur einer dreiviertel Stunde waren alle Koffer verstaut und pünktlich um 6:50 Uhr zog Bodo all unser Hab und Gut gen Bahnhof, um es dort auf die deutlich kleineren Fährcontainer zu verteilen, die dann später mit uns gemeinsam mit der Inselbahn zum Hafen gezogen werden sollten. Auch wenn es uns zeitlich immer etwas drängt, dass unser Gepäck zu einer bestimmten Zeit abgeholt wird, so ist es doch recht angenehm, dass nicht jeder selbst seinen Koffer zum Bahnhof ziehen muss. Wäre ja auch mit unseren Materialkisten gar nicht leistbar. Kaum war der Hänger vom Hof gezogen, gab es dann ein letztes Mal das leckere Frühstück im Bielefelder Haus. So groß scheint der Hunger am frühen Morgen nicht bei allen zu sein, aber wir hatten ja auch die Gelegenheit, uns für die Fahrt noch das eine oder andere Brötchen zu schmieren, um dann vielleicht zu einer angenehmeren Zeit auf der Fähre oder später im Bus ein zweites Frühstück zu genießen. Dazu gab es noch Frikadellen, Caprisonne und Knoppers. Der Obstkorb war wie immer gut gefüllt, und so wanderten auch noch Äpfel und Plattpfirsiche in die bis zum Rand gefüllten Handgepäckstücke.

Ein letztes Mal als langer Freizeitwurm durchs Dorf, diesmal allerdings nicht Richtung Kirche, sondern in die Inselbahn. Ein letzter Blick auf den alten Leuchtturm und schon ratterte die kleine Bahn los, durchs Vogelschutzgebiet, entlang der Deiche, bereits mit Blick auf das Festland, wo eigentlich keiner von uns wirklich hin möchte. Viele Urlauber nutzten auch die erste Fähre des Tages, denn die meisten haben, wie wir, ja auch noch eine längere Heimreise per Bus oder Auto vor sich. Wir verstauten wie immer alle Kinder und Mitarbeiter in der unteren Etage der Fähre und als sie ablegte, ging doch der eine oder andere an Deck, um einen letzten Blick auf die Insel werfen zu können.

Die Heimfahrt verlief bis auf zwei kleinere Staus planmäßig und so konntet ihr am Nachmittag alle eure Kinder wieder in die Arme schließen.  Was im Bus passiert, bleibt im Bus. Angeblich soll es liegengebliebene Jacken gegeben haben. Und angeblich sollen die Chips nur bis zur Rast in Tecklenburger Land gereicht haben. Und bei Stadt-Land-Fluss soll es Diskussionen über unrechtmäßig aufgeschriebene Städtenamen gegeben haben. Und wer geschlafen hat, hat gar nicht mitbekommen, dass, kaum an der oberbergischen Grenze angekommen, uns der heimische Regen begrüßte. Es soll auch noch einen unplanmäßigen Angriff mit einem fallenden Schuh gegeben haben, aber wie gesagt, was im Bus passiert, bleibt im Bus.

Wieder Dank vieler fleißiger Hände und zweier bereitstehender Anhänger konnte auch das Material schnell und halbwegs trocken ins Martin Luther Haus zurückgebracht werden.

Und jetzt? Jetzt heißt es warten. Warten, dass die restlichen Fotos bearbeitet und eingestellt werden. Warten, dass die Kinder den Freizeit Blues überwinden und sich darauf einstellen, dass nicht 96 andere mit am Tisch sitzen. Warten, dass die ersten Treffen mit den Freizeit Freunden stattfinden. Warten, dass endlich die Schule wieder losgeht, denn dann ist es nicht mehr weit zu den Herbstferien. Und nach den Herbstferien kommt auch schon bald das Nachtreffen, dann hat das Warten erst einmal ein Ende. Tschüss, bis dann…


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