Stellt euch mal vor…

Von Roland Armbröster am Donnerstag, 25.07.2019 um 15:30 Uhr, in der Kategorie Aktuell, Inselfreizeit, Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

…wir könnten aufgrund von stark ablandigem Wind nicht am Sonntag nach Hause kommen, weil bis zum frühen Montagmorgen erst einmal alle Fährverbindungen gestrichen wurden. Das passiert hier schon mal auf der Insel, dass Fähren gestrichen werden und Gruppen und Urlauber nicht wie geplant nach Hause kommen. Ich weiß ja nicht, welches eurer Kinder euch am Telefon mit dieser Nachricht überrascht hat, aber mein beim Mittagessen nebenher eingestreutes Gerücht hatte sich schnell verbreitet. Ich meinte, es sei vom Haus her kein Problem, dass wir länger bleiben, denn wenn wir nicht weg kommen, kommt die neue Gruppe ja auch nicht auf die Insel. Und Dagmar hätte mir auch schon die Nutzung der großen Waschmaschine für das Nötigste zugesagt. Problematisch sei nur, dass einige von uns Teamern bereits am Montag wieder arbeiten müssten. Eure Kinder glauben wirklich alles, aber irgendwie musste ich doch mein Spiel für den Abend thematisch einleiten. Denn hier ging es darum, dass wir auf Grund widriger Umstände die Insel nicht wie geplant verlassen können und dass wir unsere bereits gebuchten und bezahlten Fährtickets in Flugtickets umwandeln müssen. Diese kosten jedoch pro Person 15 Euro Aufpreis und die Koffer noch mal 5 und die Rucksäcke 2,50 Euro Aufschlag. Die Materialkisten werden im Frachtflieger mit 10 Euro pro Stück berechnet und für die Mitarbeiter müssen bitte auch noch die Aufpreise verdient werden, denn wir sind ja mit anderen Dingen beschäftigt. Also wurde an mehreren Stationen fleißig Geld verdient, um eine Maschine nach der anderen mit Kindern, Koffern, Rucksäcken und Mitarbeitern zu bestücken. Dazu musste Koffertetris gespielt werden, der Bürgermeister musste mit Rätseln überzeugt werden, bei der Kurverwaltung wurde Sand „aufgeschüttet“, „Where ist my Kuscheltier“ durfte auch nicht fehlen, es gab eine Anziehstaffel zum Thema Kofferpacken, Balanceübungen beim Piloten und die richtige Sortierungen für die Busaufteilung mussten gefunden werden. Zudem wurde anhand des Spinnennetzes der genaue Streckenplan für die Rückreise abgeklärt. Klingt alles komisch? Vielleicht könnt ihr es ja anhand der Fotos nachvollziehen oder euch von euren Kindern später erklären lassen.

In der Gospeltime ging es um eine ganz andere Reise – um eine Traumreise. Zumindest für die Kinder gab es eine Geschichte unter einem bunten Zelt, gemütlich auf einer Decke. Einfach mal abschalten, der Geschichte lauschen und den Gedanken Raum zum Träumen und für Fantasie geben. Die Großen setzten sich mit Träumen verschiedener Persönlichkeiten auseinander und erarbeiteten, was aus diesen dann später geworden war. Und auch die Pubis bekamen Raum zum Träumen, indem sie ihre eigenen Träume für sich in Worte zu fassen versuchten. Interessant ist, wie die Grenze zwischen wirklichen Träumen während des Schlafs und den Vorstellungen und Wünschen, den sogenannten Tagträumen verschwimmt. Den Kindern Gelegenheit zu geben, diese zu formulieren und sich damit vielleicht selbst auch erst bewusst zu machen, ist auch für uns eine spannende Erfahrung, denn den einen oder die andere lernt man so ein Stück weit besser kennen.

„Traumhaft“ war heute auch das Wetter, so dass wir unser Tagesgeländespiel, welches ja am Mittwoch eigentlich immer auf dem Programm steht, einfach gekürzt und umgeschrieben haben, um die Badezeiten und den Strand noch ausgiebig nutzen zu können. Schön, dass wir es jetzt in den letzten Tagen auch noch so warm und strandtauglich haben, wenn gleich wir auch alle merken, dass diese Temperaturen anstrengend sind. Nicht nur einige Kinder kommen an ihre Grenzen, Müdigkeit greift um sich und stellenweise auch Übelkeit und Kopfschmerzen, aber mit viel Schlaf bekommen wir das bisher noch in den Griff. Dann gehen entsprechende Kinder – oder auch Teamer – eben nicht mit in die Gospeltime oder zum Programm und bleiben liegen, werden von der Freizeitmama und ihren Zimmerleitern umsorgt und gepflegt und sind so hoffentlich bald wieder auf den Beinen.


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