Crazy Summer Picture

Von Roland Armbröster am Freitag, 19.07.2019 um 22:20 Uhr, in der Kategorie Aktuell, Inselfreizeit, Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

…hätten wir unser Spiel heute früh auch nennen können, denn zunächst war es kalt und windig und laut Ansage nach dem Frühstück sollten alle mit Pullover und am besten auch Regenjacke zum vereinbarten Treffpunkt kommen, um zum beliebten „crazy picture“ Spiel ins Dorf aufzubrechen. Just zum vereinbarten Zeitpunkt des Treffens brach der Himmel auf und alle wurden ersteinmal wieder rein ins Haus geschickt, um sich etwas Leichteres anzuziehen. Und dann aber los ins Dorf. In gemischten Gruppen sahen sich die Teilnehmer verschiedensten Aufgaben gegenüber. So mussten sie beispielsweise mit fremden Leuten in der Fußgängerzone ein Lied singen. Oder sich von jemandem über die Straße tragen lassen. Oder einen Meeresbewohner „ihrer Wal“ fotografieren. Ein Bild mit einer Möwe oder eine Nachbildung der Bremer Stadtmusikanten waren auch gefordert. Und das Ganze wurde dann in Bild und Ton festgehalten, denn jede Gruppe hatte einen „großen Teilnehmer“ dabei, einen von den Pubis, der zu diesem Zweck sein eigenes Handy ausgehändigt bekam, um es für dieses Spiel einzusetzen. Entspannte, gut gelaunte Touristen sind wirklich für jeden Quatsch zu haben, besonders, wenn sie von unseren Teilnehmern so nett angesprochen und gefragt werden. Auch Insulaner, wie beispielsweise die nette Pizzabäckerin von der Promenade, machen gerne mit, und lassen sich beispielsweise bei einem gespielten Heiratsantrag fotografieren. Manch einem der Teilnehmer ist es sicher auch mal unangenehm, jemand Fremden anzusprechen, aber mit der Gruppe im Hintergrund und der Motivation, dass die anderen sich ja auch überwinden, steht dann doch der Spaß im Vordergrund und sie nehmen wieder eine neue Erfahrung mit nach Haus.

Heute nach der großen Post- und Päckchenausgabe nach dem Frühstück, habe ich bei einer Teilnehmerin im Zimmer ihre Sommerhausaufgaben gesehen. Hausaufgaben über die Sommerferien? Was soll das denn? Aber dann habe ich genauer gelesen, und ich bin froh, dass wir bei der Erledigung dieser Aufgaben, die sicher der eine oder andere von euch zu Hause schon mal gesehen hat, behilflich sein zu können. Laufe über Sand, durch Wasser und über Hügel – erledigt! Spritze mit Wasser – auch erledigt! Finde einen neuen Freund – ich hab schon zwei gefunden, war die Aussage des Mädels, dem diese Hausaufgaben gehören. Also auch erledigt! Spiele draußen, bis die Sonne untergeht – das haben wir schon mehrfach hinter uns! Bleibe heimlich lange wach – sicher auch, aber soll ja heimlich bleiben! Iss Schokolade zum Frühstück – auch das ist sicher schon passiert! Singe mit den Vögeln um die Wette – jeden Tag in der Gospeltime! Und tanze wie verrückt – das folgt spätestens am Abschlussabend! Alles, was wir hier dann nicht erledigen können, beispielsweise klettere auf einen Baum (hier gibt es fast keine), müsst ihr dann später zu Hause nachholen. Aber was für eine tolle, liebevolle Sommerhausaufgabe!

Heute verbringen wir zum letzten Mal den Nachmittag in der Inselkirche. Wir als Teil von Gottes Schöpfung, und was er sich wohl für uns erträumt hat. Ging ja schnell, dass er von seinem Meisterwerk, Adam und Eva, enttäuscht wurde. Und dennoch hat er immer wieder den Menschen eine Chance gegeben, Josef nach Ägypten geschickt, Mose zur Befreiung des Volkes, Noah als Retter der Menschheit und der Tiere, und letztendlich Jesus, den er für uns hat sogar sterben lassen. Wir sollen uns die Erde untertan machen. Ob er das so gemeint hat, wie viele es heute leider praktizieren? Sind wir uns Gottes Traum für uns, für unser Leben, für unsere Umwelt, für unsere Mitmenschen, eigentlich bewusst?

Und das Abendprogramm haben wir mal wieder spontan umgeworfen. Da die Wetteraussichten für morgen leider mehr als schlecht sind, wollten wir heute gerne noch den Strand ein wenig nutzen – wenn schon nicht zu Schwimmen, dann doch wenigstens für Spiel und Spaß. Das ist ganz einfach – man nehme Schwedenschach, einen geeigneten Strandfußball, einen Beachvolleyball, etwas für ein Völkerballfeld, eventuell noch einen Indiaca und los geht’s. jeder kann sich etwas aussuchen, was er gerne spielen möchte und wenn es die Zeit erlaubt, wird sogar noch einmal am Strand getauscht und man kann eine zweite Sportart ausprobieren.  Dicker Pulli und noch eine Wind- und Wetterjacke, da es gleich wenn die Sonne weg ist, wirklich frisch wird, und dann geht es ab in den Sand. Wie immer gibt es auch jemanden, der nicht so gerne Sport macht und sich mit anderen gleichzeitig auf einen Ball im Sand stürzt, aber ein Spaziergang ist hier immer eine beliebte Alternative. Und bei den paar Wolken, die derzeit am Himmel aufziehen, haben wir ja vielleicht sogar die Chance auf einen schönen Sonnenuntergang.


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