Eis in der Kirche

Von Roland Armbröster am Freitag, 19.07.2019 um 17:43 Uhr, in der Kategorie Aktuell, Inselfreizeit, Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

…hatten wir in den vergangenen 18 Jahren hier auf der Insel auch noch nicht. Tina, die nette Diakonin, mit der wir derzeit den Kontakt zur Gemeinde hier vor Ort halten, fragte bereits vor ein paar Tagen, wie viele Kinder wir denn genau hätten, denn es gäbe da eine etwas größere Eis- Spende, die sie gerne an uns verteilen wolle. Und jetzt stand sie plötzlich am Ende unserer Gospeltime mit mehreren Kartons in der Kirche. Und das an unserem ersten, richtig warmen Tag, an dem früh morgens eigentlich alle direkt in kurze Hosen und T-Shirts gesprungen waren. Heute waren wir wieder am Vormittag in der Inselkirche, um uns unter anderem ein wenig mit dem Mann zu beschäftigen, der den Arbeitstitel unserer Gospeltimereihe geprägt hat – „I have a dream…“. Martin Luther Kings Geschichte ist schon sehr interessant, wenn man sich mit seinen Ideen und Problemen und seinem Leben generell mal näher auseinandersetzt. Aber seine Grundidee, die die Gleichheit der Schwarzen und der Weißen in der damaligen Zeit betonte, lässt sich immer wieder und überall auch in der heutigen Zeit anwenden und einsetzen – „…ich bin Gottes Ebenbild, weil Gott mich prägt und Gottes Geist mich trägt.“ Die Prägung Gottes durften die Kinder dann auch wirklich für sich verdeutlichen und selber umsetzen, nämlich mit einem Stempel in Ton gedrückt, auf dem steht „Gottes Ebenbild“. Wir sind nicht ein Abbild von ihm, wir sind ihm nicht gleich, aber wir sind durch ihn geprägt. Und durch euch, die Eltern, sind eure Kinder natürlich geprägt. Sie erzählten auch davon, wie oft jemand sagt „du bist wie dein Vater“ oder „du sprichst wie deine Mutter“ oder ähnliches. Wir prägen unsere Kinder ihr ganzes Leben lang, und wir als Teamer hoffen, dass auch das Miteinander hier auf der Freizeit sie ein Stück weit prägt und einen Eindruck hinterlässt, der immer ein bisschen von uns und unserer Arbeit hier erkennen lässt.

Am Nachmittag ging es dann nun endlich an den Strand. Auch wenn eine plötzliche Abkühlung und Bewölkung mit sich brachte, dass Pullis mitgenommen wurden, so war doch Zeit zum Buddeln und Spielen, zum Chillen und Quatschen und einfach „Meer genießen“. Die Badezeiten liegen ohnehin in dieser Woche eher ungünstig, so dass das richtige Schwimm- und Plantscherlebnis noch auf sich warten lässt. Aber der Spaß bei den Kids und den Teilnehmern ist dennoch deutlich zu spüren.

Den Abend verbrachten wir alle rund um das Bielefelder Haus. Dunkle Wolken schoben sich rund um die Insel zusammen, so dass wir jederzeit von „draußen“ auf „drinnen“ ohne größeren Aufwand hätten umswitchen können. Die Kidies vergnügten sich bei verschiedensten Kreisspielen, angefangen vom „Zuzwinkern“ über ein Fangspiel „MöpMöpMöp“, bei dem sie sich gegenseitig befreien müssen, bis hin zu „Mörder und Detektiv“. Außerdem gab es ein Ringspiel, bei dem die ganze Gruppe einen HulaHoop Reifen weitergeben muss, ohne sich loszulassen und ohne den Reifen fallen zu lassen. Auch der gute alte „Plumps-Sack“ darf an solchen Abenden nicht fehlen und der Spaß ist bei den Kindern vorprogrammiert. Die Pubis schlugen sich durch die Rätsel um Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf. Waren sie im vergangenen Jahr noch als Einzelkämpfer aussichtslos mit den 99 zu lösenden Rätseln des beliebten Nintendo Spiels konfrontiert, konnten sie sich nun alle gemeinsam, jeder nach seiner Schnelligkeit und Auffassungsgabe, durch das Gewirr der Zahlen und Aufgaben auf dem Spielplan und dem Gelände machen. Von Station zu Station geschickt, bekamen sie Rätsel und hatten sogar die Möglichkeit, sich mit den erspielten Pikarat, der geheimnisvollen Layton Währung, Tipps und Lösungshinweise zu erkaufen. Und tatsächlich gelang es ihnen, bis auf eine einzige Aufgabe, alle richtigen Lösungen beim Spielleiter abzuliefern. Und diese eine Aufgabe nehmen wir vielleicht einfach als Ausgangsfrage für ein neues Spiel im nächsten Jahr, denn manchmal mögen eure Kinder es ganz gerne, sich nicht nur körperlich in Spielen und Wettkämpfen zu messen, sondern auch ihr Hirn mal ein wenig zu fordern.


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