15 Wieder daheim

Von Roland Armbröster am Montag, 31.07.2017 um 14:37 Uhr, in der Kategorie Inselfreizeit, Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, euch auch über unseren letzten Inseltag zu informieren. Nachdem wir am Abschlussabend nach dem Programm noch mit einer “After-Show-Party” ausgiebig gefeiert haben – zum Glück drinnen im Speisesaal, denn der befürchtete Regen ließ nicht wirklich lange auf sich warten – wurden erst einmal alle schlafbedürftigen Teilnehmer ein letztes Mal in ihre Betten gebracht. Die großen Jungs ließen es sich nicht nehmen, beim Rückbau des Speisesaals zu helfen, denn schließlich wollten wir ja am nächsten Morgen dort noch ausgiebig brunchen. Auch alle bereits fertig gepackten und sorgfältig verklebten Materialkisten wurden in die bereitgestellten Gepäckwagen gestapelt, so dass die Aussicht auf ein etwas längeres Schlafen am Abreisetag mehr und mehr Realität wurde. Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, zu passender Stunde, sprich exakt Mitternacht, Dominik mit einem Ständchen schon mal zum Geburtstag zu gratulieren. Geburtstag am Abreisetag ist weniger spektakulär, als an einem mit Programm vollgestopften Tag, aber auch diesen wollten wir entsprechend feiern.

Gegen halb eins war dann alle Vorarbeit erledigt und wir konnten mit der Aussicht, alle Teilnehmer um halb neun erst wecken zu müssen, entspannt in unsere eigenen Betten fallen. Der letzte Morgen ist eigentlich immer sehr wuselig und mit viel Arbeit vollgestopft. Da aber unsere Abfahrt erst für halb zwei anstand, konnten wir Kinder wecken, Betten abziehen, Koffer fertig packen und auch diese zu den in der Nacht verstauten Materialkisten laden. Gegen halb zehn sollte unser Gepäck dann von Bodo, unserem langjährigen Koffertransportunternehmer, abgeholt werden. Das ist wirklich der pure Luxus, stellt euch mal vor, eure Kids sollten mit Koffern, die stellenweise doppelt so groß sind, wie ihre Besitzer, quer durchs Dorf marschieren. Ganz zu schweigen von unseren unzähligen Materialkisten. Punkt halb zehn waren wir mit den Ladearbeiten fertig und konnten nun in aller Ruhe ein köstliches Brunch genießen. Dominik wurde jetzt von allen Teilnehmern noch gebührend gefeiert und auch er bekam seinen Schokoladen-Smarties-Geburtstagskuchen, den er gegen Ende des Frühstücks mit etlichen Freizeitfreunden teilen konnte.

Ausreichend gestärkt machten wir uns nun daran, die Zimmer wieder herzurichten, die restlichen Habseligkeiten in die Rucksäcke zu verstauen, die Flure vom Müll und letzten Socken und somit das Haus von Wiedenest-Spuren zu befreien. Unglaublich ist an dieser Stelle immer wieder, wie viele Dinge gefunden werden, die einfach keinem zu gehören scheinen. Handtücher, Socken, Jeansjacken, und dieses Mal sogar eine Schublade voller Schuhpaare. Fast alles konnte an den Mann gebracht werden und wir fanden uns alle auf der großen Wiese vor dem Haus ein, um unseren obligatorischen Abschiedskreis zu starten. Auch wenn wir die Rückfahrt ja noch gemeinsam verbringen und genießen, nutzen wir doch gerne die Gelegenheit, dass sich jeder von jedem mit ein paar persönlichen Worten, einem kräftigen Händedruck, einer herzlichen Umarmung und der einen oder anderen Träne verabschieden kann. Hier sind Beziehungen gewachsen, Freundschaften entstanden und Wegbegleiter gefunden worden. Zwei Wochen rund um die Uhr auf engem Raum zusammen zu sein, schafft Verbindungen, die sich während der Schulzeit und zu Hause ganz anders gestalten würden. Jeder bringt etwas Besonderes mit, jeder wird mit seinen Eigenarten angenommen, jeder findet seinen Platz. Und auch uns Teamern geht es da nicht anders. Wir kennen uns zwar, aber wir lernen uns schätzen und aufeinander zu verlassen. Wir lachen zusammen, planen zusammen, unterstützen einander, kämpfen im Team auch schon mal gegen die Teilnehmer und gewinnen Freunde. Wir geben und bekommen untereinander Anerkennung, Lob und Kritik. Die Zeit mit euren Kindern ist wirklich eine wunderbare Zeit, auf die wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen, aber ohne die Team-Familie wäre alles nur halb so schön und gar nicht zu schaffen – „Denn wir sind EIN Team…!!!“

Über das unglaublich ausbaufähige Organisationstalent der Bahn unsere Rückfahrt betreffend, will ich mich hier jetzt gar nicht großartig auslassen. Wir sind jedenfalls froh, dass wir trotz indischen Verhältnissen gleichender, völlig überfüllter Inselbahn und einem ebenso auf Mann und Maus abgezählt besetztem Schiff alle gemeinsam die Insel verlassen und den Anleger Harlesiel erreichen konnten. Fast hätten wir drei Teamer auf der Insel zurücklassen müssen, aber da wäre dann sicher eine endlose Diskussion entstanden, welche drei denn nun spontan einen Kurzurlaub dranhängen dürfen.

Alles in allem konnten wir dann aber doch gemeinsam die Rückfahrt antreten. Unsere Busfahrer hatten sogar die Wartezeit genutzt und unser gesamtes Gepäck bereits verladen, als wir auf dem Festland ankamen. Die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Firma Heuel zahlt sich auch hier aus, denn man kann sich einfach aufeinander verlassen und die Fahrer wissen genau, worauf sie beim Laden achten müssen. Gekennzeichnete Koffer werden beispielsweise als letztes geladen, denn die müssen als erstes am Halt am Rastplatz Tecklenburger Land wieder ausgeladen werden. Dieses Mal wurden sogar zwei Teilnehmer und ein Teamer direkt am Anleger abgeholt, aber auch deren Koffer mussten wir dank rot-weißem Absperrband nicht suchen. Die Rückfahrt dauerte zwar auf Grund erhöhtem Verkehrsaufkommen etwas länger als geplant, aber die vorgeschriebene Pause der Fahrer wurde natürlich eingehalten und eure Kinder verbringen diese Zeit gerne auf dem Spielplatz an der Raststätte oder mit einem Eis oder einem warmen Snack. Die Begrüßung auf dem Heuel Betriebsgelände lag ja dann ganz in eurer Hand. Auch wenn wir zwei wunderbare Wochen miteinander verbringen durften, ist doch die Wiedersehensfreude auch bei euren Kindern nicht von der Hand zu weisen.

Danke für die vielen lieben Worte, die wir auf dem Heuel Betriebsgelände noch von euch hören durften.

Danke für all die helfenden Hände, die uns noch beim Transport der Kisten zurück ins Martin Luther Haus geholfen haben.

Danke, dass ihr uns immer wieder eure Kinder für diese zwei Wochen anvertraut.

Wir sehen uns alle hoffentlich spätestens beim Nachtreffen am 18. November im Martin Luther Haus wieder, und ab dann gibt es auch die Möglichkeit, sich für die Freizeit im nächsten Jahr anzumelden, die vom 15.-29. Juli 2018 stattfinden wird. Wo? Natürlich auf Wangerooge…

Tagebucheintrag von Inke Armbröster


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