Es geht rund…

Von Roland Armbröster am Samstag, 03.08.2013 um 10:33 Uhr, in der Kategorie Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

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Der offizielle Tanzworkshop war eigentlich beendet, aber da die Musik noch etwas an blieb, hielt die Stimmung sich wirklich gut. Andere Teilnehmer kamen hinzu, eigentlich nur, um zu gucken, es wurde spontan eine Art Disco-Fox von dem einen oder anderen Mädel getanzt, als plötzlich jemand auf die Idee kam, ob nicht ein „Kreistanz“ etwas wäre, wo sich alle beteiligen könnten. Und da packten unsere Pubi-Mädels aus, was sie können – einen ausgewachsenen Sqaredance! Groß und Klein waren begeistert dabei, diesen zu lernen und Lied für Lied für Lied zu tanzen. Wunderbare Stimmung, lustiger Abend. Soviel grad noch als Nachsatz zum gestrigen Tag.

Heute hatte die Hitze uns fest im Griff. Jeder Schritt schien zu viel zu sein und die Entscheidung, duschen zu gehen, wollte gut überlegt sein, denn bereits die nächste Treppenstufe konnte alles wieder zunichte machen. Kaum einer entschied sich daher am Nachmittag, noch Besorgungen im Dorf zu machen. Lieber die kühle, erfrischende Nordsee nochmal nutzen, eine leichte Brise am Wasser erhaschen und einfach nichts tun. Danach ein köstliches Abendessen und sich auf das Abendprogramm freuen. Doch daraus wurde nichts! Unbemerkt hatten sich unsere Ältesten, die PubiPlus, die Handys der restlichen Gruppe geschnappt, diese entführt und in einem Bekennerschreiben den übrigen Pubis erklärt, was sie zu tun hätten, um die „Entführer“ zu finden und ihre geliebten „mobilen Freunde“ wiederzubekommen. Fast bis zum Ostende der Insel ging die wilde Jagd, denn zusätzlich musste ein versteckter Wecker, eine „Bombe“, gefunden werden und außerdem die Übeltäter geschnappt und mit Wasserbomben dingfest gemacht werden.

Die Kinder, deren Handys seltsamerweise verschont geblieben waren, durften sich derweil auf dem nahegelegenen Spielplatz mal so richtig austoben, bevor sie am Strand versammelt noch einmal über die vergangenen 14Tage quatschen konnten. Was bedeutet so eine Zeit, was für Erfahrungen macht der eine oder andere, was nehmen wir mit nach Hause? Was ist uns Mitarbeitern wichtig, was wollen wir ihnen mitgeben? In jedem Fall bekam jedes der Kinder sein im Laufe der Gospeltimes angefertigtes Leporello überreicht, zusätzlich mit einem für jedes Kind persönlich ausgesprochenem Segenswunsch. Solch eine Segnung am Strand ist schon etwas Besonderes, nicht nur für die Kinder. Zwar hatten wir schon öfters die Segnung für die Kinder an den Strand verlegt, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir es spätabends um 22 Uhr noch so lau hatten, dass wir problemlos im T-Shirt dort sein konnten.

Als alle Kinder im Bett lagen, machten sich unsere Großen erst auf zur „Midnight-Celebration“ in unsere Kirche, um dort mit Liedern und Worten noch einmal über die vergangene Freizeit nachzudenken. Auch hier gab es für jeden sein Leporello zurück und für jeden einen Segen, den wir den Teilnehmern und auch den Mitarbeitern mit auf den Weg aus der Freizeit heraus geben wollen. Dieser nächtliche Ausflug in die Kirche ist atmosphärisch mit unseren morgendlichen Gospeltimes nicht zu vergleichen. Und auch, wenn es allen freigestellt ist, ob sie teilnehmen möchten, oder nicht, so entscheiden sich, wie auch in diesem Jahr, fast alle dafür.


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