Ohne Handy, ohne Navi völlig aufgeschmissen…?

Von Roland Armbröster am Sonntag, 28.07.2013 um 21:23 Uhr, in der Kategorie Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

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Über die halbe Insel waren Dosen versteckt, die die Teams um „Tim & Struppi“, „Miss Marpel“, „Bernhard&Bianca“, „5 Freunde“, „Kim Possible“, anhand von Rätseln und Hinweisen finden mussten. In der Dose befanden sich dann wieder neue Rätsel und Hinweise auf den Standort der nächsten Dose. Zudem durften sie einen Teil einer Detektivgeschichte mitnehmen, die am Ende zu einer ganzen Geschichte zusammengesetzt werden sollte. Da wurde „4 Bilder ein Wort“ gesucht, Nachrichten in Blindenschrift mussten gelesen werden, Bilderrätsel waren gefragt, ein Rebus musste gelöst werden oder einfach nur ein Kartenausschnitt zugeordnet werden. Einfach nur? Karte lesen ist eigentlich eine lösbare Aufgabe, aber die eine oder andere Lösung ist tatsächlich daran gescheitert. Und wenn man selbst nicht weiter weiß, einfach mal einen Passanten ansprechen, ob er vielleicht einen Hinweis geben kann, weil er Anwohner ist und sich gut auskennt, auf die Idee kommen viele gar nicht erst. Da gab es beispielsweise als Hinweis den Liedtext von Pipi Langstrumpf. Kennen wir alle. Aber wo wohnt die gute denn? Ach ja, in der Villa Kunterbunt. Eigentlich weiß jeder auf der Insel, dass die Villa Kunterbunt das ortsansässige Mutter-Kind-Kurheim ist. Nun sollte es ein leichtes sein, diesen Hinweis zu lösen, um die dort versteckte Dose zu finden. Aber selbst ein überdimensional großes Hinweisschild auf eben diese Villa Kunterbunt konnte von einigen Teilnehmern nur schwer der gestellten Aufgabe zugeordnet werden.

Doch auch wenn die Kombinationsfähigkeit und die Kommunikationsbereitschaft nicht ganz so ausgeprägt war, so war doch „Fairness“ ganz groß geschrieben, denn keine der insgesamt 15 Gruppen hat einen Hinweis für eine andere Gruppe aus der gefundenen Dose genommen oder gar die Dose nicht wieder in das Versteck zurückgelegt. Motiviert wurde auch beim und nach dem köstlichen Rippchen-Grillen am Bielefelder Haus weiter an den möglichen Lösungen gefeilt, bevor dann alle gemeinsam die letzte Aufgabe lösen und den letzten „Cache“ an unserem Strand finden konnten. Die dort versteckten Süßigkeiten gaben schnell die kurzzeitig verschwundene Energie zurück, auch wenn „Gummitiere“ bei uns am Strand ja eigentlich verboten sind. Wie gut, dass unsere beiden Rettungsschwimmer hier mal ein Auge zudrückten und beschlossen hatten, dass von dieser Art Gummitiere keine größere Gefahr ausgehe. So ging für alle im wunderschönen abendlichen Sonnenschein ein anstrengender Tag zu Ende.

Das Wetter der letzten Tage schlaucht uns alle wirklich sehr. Auch wenn wir heute froh waren, dass man sich auf die Vorhersage nicht immer verlassen kann. Laut gestriger Prognose drohte unser für heute geplantes Programm mit Blitz und Donner ins Wasser zu fallen. Schnell wurde gestern Abend noch ein Notfallplan von uns Mitarbeitern ausgeheckt. Ob nun Plan A oder Plan B zum Tragen käme, wollten wir heute spontan beim Blick aus dem Fenster entscheiden. Und dieser verhieß uns heute früh nicht nur einen guten Start in den Tag, sondern das Wetter hielt sich über die gesamte Strecke. Gut gelaunt konnten wir in die Inselkirche starten, wo uns heute aber keine normale Gospeltime aus unserer Reihe erwartete. Wir alle hatten heute die Aufgabe, den sonntäglichen Gottesdienst der hiesigen Gemeinde mitzugestalten, mit Liedern und einem Anspiel dazu beizutragen, dass auch die Wangerooger Gemeindeglieder und die Urlauber in den Genuss eines fröhlichen Freizeitgottesdienstes kamen. Gemeinsam mit der Urlauber-Pfarrerin Dörte gab es Lieder und Worte zu den Emmaus-Jüngern, die nach dem Tode Jesu traurig und enttäuscht ihren Weg nach Hause gingen und gar nicht merkten, dass der ihnen fremde Begleiter der auferstandene Herr selber war. Kaum vorstellbar die Freude und das Staunen, als es ihnen durch die Geste des Brotbrechens bewusst wird. Gut zu wissen, dass Jesus immer an unserer Seite ist, auch wenn wir ihn nicht als Begleiter wahrnehmen, dass er Staunen und Freude, Sicherheit und Farbe in unser manchmal trauriges und trübes Leben bringen möchte. So wie auch wir die Kinder und Jugendlichen aus ihrem Alltagsstress um Schule, Ausbildung und vielerlei Anforderungen herausholen wollen, ihnen zwei tolle Wochen gestalten und bieten möchten und deutlich machen, wie einfach und schön und wichtig christliches Leben miteinander sein kann.

Nun ist es zu Ende, unser Bergfest. Es war eine klasse Woche bis hierhin, tolles Wetter, abwechslungsreiches Programm, ein prima aufeinander abgestimmtes Team und ein Haufen Teilnehmer, mit denen es richtig Spaß macht, auch die verbleibenden Tage zu gestalten. Aus Erfahrung können wir sagen, dass die folgenden Tage wie im Fluge an uns vorbeiziehen werden – leider. Aber ihr lieben Daheimgebliebenen könnt dennoch jeden Tag in aller Ruhe lesen und die Bilder, mit denen wir euch an dem Geschehen hier teilhaben lassen, immer und immer wieder ansehen, ohne dass euch die Zeit davonrennt. Viel Spaß dabei!


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