Völlig stressfrei

Von Roland Armbröster am Montag, 22.07.2013 um 23:10 Uhr, in der Kategorie Tagebuch, W'rooge AKTUELL.

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Auch wenn es wenige aufgeweckte Kinder gab, die bereits um 8 Uhr beschlossen hatten, dass die Nacht doch nun lang genug war und dass sie genug Schlaf bekommen hätten, konnten und wollten doch alle anderen das Angebot von Axel und Heidi annehmen, einfach etwas länger zu schlafen und die Zeit zwischen 9 Uhr und 10:30 Uhr zu einem ausgiebigen Brunch mit Müsli, köstlichen Erdbeeren, Frikadellen, frischen Brötchen, verschiedensten Sorten Wurst, Schinken und Käse, Marmelade, Nutella, Yoghurt und Eiern zu nutzen.
Nach diesem entspannten Start in den Tag, machten wir uns auf den Weg zu unserer ersten Gospeltime in die wunderschöne Wangerooger Inselkirche St. Nicolai, wo wir bereits von Inselpfarrer Günther Raschen erwartet und begrüßt wurden. Jeden Morgen werden wir uns nun mit den Kindern und Jugendlichen dort treffen, um gemeinsam zu singen, über biblische und aktuelle Themen zu sprechen, uns mit uns und unserem Leben zu beschäftigen und um uns mal kreativ und mal spielerisch den unterschiedlichen Geschichten zu nähern. Wir möchten die Teilnehmer herausfinden lassen, dass Glaube sehr “lebendICH”  und persönlich sein kann und darf und dass unser meist sehr harmonisches und ausgeglichenes Miteinander geprägt ist von gelebtem Glauben. Und da jeder von uns seine eigene Geschichte mitbringt und an einem anderen Punkt im Leben steht, durften wir heute einen Zeitstrahl in einem Leporello – Buch beginnen, der unser bisheriges Leben wiederspiegelt. Natürlich wird uns auch dieses Leporello die kommenden zwei Wochen weiter beschäftigen und weiter mit bestimmten Ereignissen und Erinnerungen und Hinweisen auf unsere Themen und Geschichten gefüllt werden.
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Da die Sonne uns auch heute wieder ausgiebig mit ihrer Anwesenheit beehrte, stand  schnell fest, dass der Nachmittag mit allen gemeinsam am Strand stattfinden würde. Zu den von den Kindern am Morgen selbst zusammengestellten Fresspaketen kamen noch Kuchen und Brötchen und die verbliebenen Frikadellen vom Brunch, so dass am Strand neben Spielen und Schwimmen und Buddeln und Chillen auch noch gepicknickt werden konnte.
Und da die Seeluft und die viele Bewegung eigentlich immer hungrig machen, ließen wir uns beim Abendessen mit Pommes, Grillwurst, Chicken-Nuggets und einem riesigen Salatbuffet verwöhnen.
Der Abend wurde dann für Groß und Klein historisch. Wer hat sich eigentlich schon mal Gedanken gemacht, mit welchen Widrigkeiten sich Martin Luther damals auseinandersetzen musste, als er beschloss, die Bibel, bis dahin nur in Latein verfasst und für Gelehrte zu lesen und zu verstehen, für alle Menschen verständlich und zugänglich zu machen? Nicht nur, dass er alle Texte mühevoll selbst übersetzen musste, er musste sie auch von Schreibern vervielfältigen lassen, die wiederum mussten bezahlt werden und das alles musste dann auch noch an das Volk weitergeleitet und verteilt werden. Und nun war es ja nicht so, dass der Klerus und der Kaiser damals mit dem, was Luther tat, ohne weiteres einverstanden waren und ihn tatkräftig unterstützten. Sie wollten ihn stoppen und bestrafen für das, was er tat. Also verkleidete er sich und zog fortan als “Junker Jörg” umher und führte seinen Plan fort. Dies alles in ein Spiel verpackt bedeutet, dass einige die alten Bibelverse übersetzen und gestalten, andere verteilen an die Bauern, wieder andere versuchen, Junker Jörg zu fangen und eine weiter Gruppe versucht, ihn zu schützen. Mit viel Eifer und einer Menge Spaß verbrachten alle den Abend um Junker Jörg und seine spannende Geschichte.


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